Zitate

 

Antonio Machado

Wie leicht,

wie leicht das Fliegen ist,

nur klug muss man sein,

dass der Boden den Fuß nicht erreicht,

eine mutige Tat,

das Fliegen, das Fliegen, das Fliegen

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Wie schön, dass doch wär

 

Manchmal

Manchmal wünsche ich mir
durch Felder und Wiesen laufen
stundenlang 
ohne Uhr ohne Ziel
ohne euch
nur mit mir
mit meinen Gedanken
meinem vernachlässigtem Innenleben.

Manchmal wünsche ich mir
auszubrechen
aus der Enge aus der Vielzahl der Pflichten
für ein paar Stunden.

Manchmal wünsche ich mir
gegen den Wind zu laufen
seine Frische und Freiheit spüren
und in der Sonne auszuruhen
ihre Kraft und Wärme auszunehmen

Manchmal wünsche ich mir ein Stück Freiheit
für wenige Stunden
ich käme zurück
mit vollen Händen
mit Sonne und Wind
den Arm voll Blumen für euch.

Anne Steinwart

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DER MÖNCH UND DIE STILLE

Es war einmal ein Mönch, der in Einsamkeit, Stille und Meditation lebte. Eines Tages besuchten ihn ein paar Menschen und fragten:
„Was für einen Sinn siehst du in deinem Leben der Stille und Meditation?“
Der Mönch war mit dem Schöpfen von Wasser aus einem tiefen Brunnen beschäftigt. Er sprach zu den Besuchern:
„Schaut in den Brunnen. Was seht ihr?“
Die Leute blickten in den tiefen Brunnen: „Wir sehen nichts!“
Der Mönch wartete eine Weile und fragte dann erneut:
„Schaut in den Brunnen! Was seht ihr jetzt?“
Die Leute blickten wieder hinunter: „Ja, jetzt sehen wir uns selbst!“
Der Mönch erklärte:
„Als ich vorhin Wasser schöpfte, war das Wasser unruhig. Jetzt ist das Wasser ruhig. Das ist die Erfahrung der Stille und der Meditation: Man sieht sich selbst! Und nun wartet noch eine Weile.“
Nach einer Weile sagte der Mönch wieder: „Schaut jetzt in den Brunnen. Was seht ihr?“
Die Menschen schauten hinunter: „Nun sehen wir die Steine auf dem Grund des Brunnens.“
Da erklärte der Mönch: „Das ist die Erfahrung der Stille und der Meditation. Wenn man lange genug wartet, sieht man den Grund aller Dinge.“

(Verfasser unbekannt)

Foto via Pinterest