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Jetzt wird es hyggelig

… passend zum Herbst wird es jetzt hyggelig

Es sind die einfachen Dinge des Lebens, die wirklich glücklich machen: Zeit mit Familie und Freunden, Sonne im Gesicht, ein Stück Lieblingskuchen. Die Dänen wissen, was gemeint ist. Sie gehören, wissenschaftlich erforscht, zu den glücklichsten Menschen der Welt – denn sie haben „hygge“.

Hygge symbolisiert Gemütlichkeit, Zusammensein, Familie, Freundschaft, Heimat und Geborgenheit. Auf Deutsch heißt „Hygge“ warm, gemütlich, pur, einfach, unkompliziert, Liebe zum Design, Vertrauen Schutz. „Hygge“ ist nicht nur ein Wort, es ist ein besonderes Lebensgefühl.

Es ist das Gefühl dieser Zeit, das Gegenstück zu Digitalisierung und allgemeiner Beschleunigung des Lebens.

Deutsch: Warm, gemütlich, pur, einfach, unkompliziert, Liebe zum Design, Vertrauen, Schutz

Dänisch: varm, hyggelig, pur, enkel, ukompliceret, kærlighed til design, tillid, beskyttelse

Oder, kurz: hygge!

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Stolperfalle LEBEN

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Schon als Kind hatte ich – obwohl ich eher ängstlich als mutig war – immer aufgeschlagene Knie. Auch als Erwachsene probe ich immer noch gerne den ewigen Traum vom Fliegen Wahrheit werden zu lassen.

In der Schwangerschaft kam mir die Idee schon mal was fürs Baby zu stricken. Einen großen Karton mit Wolle bewahrte ich im obersten Fach eines Schrankes auf. Ich also einen Stuhl aufgestellt

– Trittleitern werden ja total überschätzt –

und wollte den Karton runterziehen. Gerade als ich ihn fast hatte, bekam ich das Übergewicht und plumpste samt Stuhl und Karton unsanft um. Die Wolle verteilte sich schmeichelhaft über meinem Gesicht und den Raum. Eine eventuelle Pofaltenassymetrie hätte jeder Laie schon von weitem an den sich über Wochen wechselnden Farben erkannt.

Einige Zeit später wollte ich einen vollen Wäschekorb in den Keller tragen. Ökologisch wie ich bin, machte ich kein Licht an, strahlte ja von oben genug auf die Treppe. Irgendwie waren wohl meine Socken nicht rutschfest, also segelte ich samt Schmutzwäsche die Treppe runter. Unten stand ein Tapeziertisch, natürlich hab ich den nicht dahin gestellt. Der war dann reif für den Sperrmüll, meine Knie hinterließen ein eindrucksvolles Loch im Tisch.

Heuer bin ich sehr fliegerisch unterwegs. Erst im Sommer kreislaufmäßig der Länge nach vom Balkon ins Wohnzimmer geflogen, eine Zeit später fiel ich über meinen Hund

– der irgendwie immer im Weg liegt –

und brach mir den kleinen Zeh.

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Vor kurzem rutschte ich dann auf einem steinigen, leicht abschüssigen Weg aus. Man möchte meinen, man fliegt dann auf den Po. Ha, ich nicht. Ich flog unsanft auf mein Knie und meine Hand.

So dachte ich, das Soll ist für heuer reichlich erfüllt. Aber denkste!Vor ein paar Tagen flog ich wieder äußerst gekonnt über den Staubsauger. Im Fliegen hab ich mich wohl irgendwie gedreht, tja und jetzt ist das Steißbein gebrochen und das Handy, das ich in der Hand hielt, hat jetzt einige Macken.

Wann bitte soll ich denn da was dekorieren oder restaurieren?

Darum heute ein Foto von meiner Kaminumrandung, die ich lediglich weiß gestrichen und zusammengebaut habe. Ich wollte schon lange so eine Kaminumrandung, also hab ich mir die zu Weihnachten geschenkt. Man soll ja rechtzeitig an die Geschenke denken, nicht wahr? 😉 Ich hab zwar keinen Kamin, aber ich finde so eine Kaminumrandung auch ohne sehr schön.

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So, dann stolpere ich mal weiter durch’s Leben und hoffe, es geht Euch allen gut.

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Traum vom Fliegen

Und wieder mir träumte, ich wäre geflogen,
und diesesmal war es doch sicherlich wahr,
denn ich hatte so leicht wie die Luft ja gewogen
und hatte die Knie an den Körper gezogen,
und es ging wie im Flug, im beherztesten Bogen
hoch über der schwergewichtigen Schar,
es war keine Täuschung, ich war nicht betrogen,
es flogen die Stunden, die Tage, das Jahr.

Mit fliegenden Hoffnungen vollgesogen,
so wach‘ ich mit müderen Gliedern auf.
Zu Lande ist Leben; und angelogen,
vom leichtesten Trug an der Nase gezogen,
aus allen Himmeln zur Erde geflogen,
da lieg‘ ich, da liegen die Lügen zuhauf.
Und trotzdem bleib‘ ich dem Traume gewogen,
so läuft er sich leichter, der Lebenslauf.

Karl Kraus (1919)