HEIMATgedanken

Derzeit wird ja der Begriff HEIMAT so gern bemüßigt und ich habe mir lange die Frage gestellt, was für mich HEIMAT bedeutet.

Ist es der Ort in dem ich geborgen wurde? Wohl kaum, wir sind weggezogen als ich fünf Jahre alt war.

Ist es der Ort in dem ich zur Schule ging und aufgewachsen bin? Nein, der Ort ist schon lange nicht mehr das was er einmal war. Und seit meine Eltern nicht mehr leben ist er noch weniger HEIMAT.

Aber was ist dann meine HEIMAT?

Ich bin bis jetzt neunmal umgezogen. Nicht immer sehr weit weg, aber nie sehr lange geblieben. In dem jetzigen Ort und der jetzigen Wohnung bin ich jetzt schon am längsten. Heuer werden es bereits 10 Jahre. Trotzdem ist der Ort nicht meine HEIMAT.

Was ist nun meine HEIMAT?

Es gibt so viele schöne Flecken auf der Erde. Allein schon in Deutschland wäre man jahrelang beschäftigt, um all die schönen Orte und Gegenden zu besichtigen.

Nach diesen ganzen Überlegungen bin ich für mich zu dem Schluss gekommen, HEIMAT ist für mich ein ganzes Bundesland, ist Bayern, das vielerorts tatsächlich so aussieht wie auf den kitschigen Postkarten.

Ich könnte vielerorts leben und glücklich sein. Im wunderschönen Österreich, an der Nordsee …

Aber wenn ich auf einem Gipfel in unseren Alpen stehe und sich Oberbayern unter mir ausbreitet, dann spüre ich dieses HEIMATgefühl. Wo die Menschen – oftmals auch wortkarg – meine Sprache sprechen. Wo es ein Brauchtum gibt, dass vielleicht anderen Menschen etwas seltsam anmutet.

Mich überkommt ein unbändiges Glücksgefühl wenn ich den Bernauer Berg hinunter fahre und „meinen Chiemsee“ seh. Dann weiß ich hier ist meine HEIMAT.

Meine Mama war eine Heimatvertriebene, das hat sie nie verwunden.

Ich bin unendlich dankbar, dass ich in meiner HEIMAT friedlich leben darf.

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Blumenwiese

 Am Abend streichelt eine laue Sommerbrise

über die wilde Blumenwiese.

Mohn- und Kornblumen wiegen hin und her,

wie die Wellen über das Meer.

Der Sinn steht mir in die Ferne,

bald leuchten in der Nacht hell die Sterne.

Ein Duft von Jasmin weht über das Land,

das hohe Gras berührt zärtlich meine Hand.

HEIMAT, welch starkes Band.

 © Karin Schönfisch

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