SHABBYquellen

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Ich bin schon etwas frustriert.

Gestern bin ich auf einem Flohmarkt in der Nähe gewesen. Und was soll ich sagen: Frustrierend. Es waren gar nicht so wenig Stände da, aber nichts was mir sonderlich gefallen würde oder was ich unbedingt haben müsste.

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Es war auch brütend heiß und die meisten Händler waren nicht gerade „über“freundlich. Aber wenn ich dann einen alten, nicht besonderen Emailletopf (ich nehme sie gerne als Übertöpfe für meine Pflanzen und Kräuter) für 15 Euro seh, ne danke. Das ist er einfach nicht wert. Ich hab das Gefühl, dass seit mehrere Leute SHABBY für sich entdeckt haben auch die Flohmarkthändler mit den Preisen raufgegangen sind. Teilweise total überzogen. 😥

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Welche Erfahrungen macht Ihr da so? Wo bekommt Ihr Eure Schätzchen her???

Ich weiß natürlich, dass die wirklich tollen Flohmärkte in Holland, Belgien, Frankreich … sind. Aber das ist für mich doch schon sehr weit zu fahren. Und in meinen Kleinwagen passt ja auch nicht allzuviel rein. Und mein Rocky muss natürlich unbedingt auch mit 🙂 Der beansprucht schon mal einen guten Teil der Rückbank.

So passt meine Stimmung heute zu dem getrübten Wetter, obwohl ich es schon wieder schön finde, dass es heute mal etwas kühler ist und man wieder ein bisschen durchschnaufen kann.

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Seid mir nur nicht gar so traurig,
Daß die schöne Zeit entflieht,
Daß die Welle kühl und schaurig
Uns in ihre Wirbel zieht;

Daß des Herzens süße Regung,
Daß der Liebe Hochgenuß,
Jene himmlische Bewegung,
Sich zur Ruh begeben muß.

Laßt uns lieben, singen, trinken,
Und wir pfeifen auf die Zeit;
Selbst ein leises Augenwinken
Zuckt durch alle Ewigkeit.

Wilhelm Busch

 

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HEIMATgedanken

Derzeit wird ja der Begriff HEIMAT so gern bemüßigt und ich habe mir lange die Frage gestellt, was für mich HEIMAT bedeutet.

Ist es der Ort in dem ich geborgen wurde? Wohl kaum, wir sind weggezogen als ich fünf Jahre alt war.

Ist es der Ort in dem ich zur Schule ging und aufgewachsen bin? Nein, der Ort ist schon lange nicht mehr das was er einmal war. Und seit meine Eltern nicht mehr leben ist er noch weniger HEIMAT.

Aber was ist dann meine HEIMAT?

Ich bin bis jetzt neunmal umgezogen. Nicht immer sehr weit weg, aber nie sehr lange geblieben. In dem jetzigen Ort und der jetzigen Wohnung bin ich jetzt schon am längsten. Heuer werden es bereits 10 Jahre. Trotzdem ist der Ort nicht meine HEIMAT.

Was ist nun meine HEIMAT?

Es gibt so viele schöne Flecken auf der Erde. Allein schon in Deutschland wäre man jahrelang beschäftigt, um all die schönen Orte und Gegenden zu besichtigen.

Nach diesen ganzen Überlegungen bin ich für mich zu dem Schluss gekommen, HEIMAT ist für mich ein ganzes Bundesland, ist Bayern, das vielerorts tatsächlich so aussieht wie auf den kitschigen Postkarten.

Ich könnte vielerorts leben und glücklich sein. Im wunderschönen Österreich, an der Nordsee …

Aber wenn ich auf einem Gipfel in unseren Alpen stehe und sich Oberbayern unter mir ausbreitet, dann spüre ich dieses HEIMATgefühl. Wo die Menschen – oftmals auch wortkarg – meine Sprache sprechen. Wo es ein Brauchtum gibt, dass vielleicht anderen Menschen etwas seltsam anmutet.

Mich überkommt ein unbändiges Glücksgefühl wenn ich den Bernauer Berg hinunter fahre und „meinen Chiemsee“ seh. Dann weiß ich hier ist meine HEIMAT.

Meine Mama war eine Heimatvertriebene, das hat sie nie verwunden.

Ich bin unendlich dankbar, dass ich in meiner HEIMAT friedlich leben darf.

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Blumenwiese

 Am Abend streichelt eine laue Sommerbrise

über die wilde Blumenwiese.

Mohn- und Kornblumen wiegen hin und her,

wie die Wellen über das Meer.

Der Sinn steht mir in die Ferne,

bald leuchten in der Nacht hell die Sterne.

Ein Duft von Jasmin weht über das Land,

das hohe Gras berührt zärtlich meine Hand.

HEIMAT, welch starkes Band.

 © Karin Schönfisch