„Wen Gott liebt, den lässt er fallen in dieses Land“

Schild

Mein letzter Beitrag handelte ja von den kostbaren Momenten.

Am Wochenende durfte ich wieder so einen kostbaren Moment erleben. Ich war in dem schönen Aschau im Chiemgau. Dort gibt es nicht nur das wunderschöne Blumencafe

das-blumen-cafe-ladt

sondern auch den „Boarischen Entschleunigungsweg“.

Entschleunigungsweg

Ab da gilt es     Handy aus und einfach nur genießen.

Ein wunderbarer Weg führt durch den Wald, über eine idyllische Wiese mit Blick auf Aschau und verschiedenen Sitz- und Liegegelegenheiten. Eine Sitzgelegenheit wurde von der Witwe von Hans Clarin, dem Sprecher von Pumuckl, gespendet.

Bank

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Aschau

Im Blick immer die mit bunten Herbstlaub geschmückten Bäume. So wunderbar zum Runterkommen für Hund und Mensch.

Herbst3

Herbst_rocky

Herbst

Einen Entschleunigungsweg sollte es an vielen Orten geben, um uns ein bisschen Ruhe in dieser hektischen Zeit zu gönnen. Zeit unseren Gedanken nachzuhängen, unsere Kreativität zu spüren und die Natur zu riechen und zu genießen.

Sogar für uns Shabbyträumer gibt es etwas zu sehen. In der Nähe des Entschleunigungsweges hängt am Eingangstor zu einer längst geschlossenen Fabrik eine wunderschöne Fabriklampe und auf dem Weg ein alter Ofen mit Ofenrohr um „mit dem Ofenrohr ins Gebirge schauen zu können“.  😉

Fabrikleuchte1

Fabriklampe2

Ofenrohr1

Ofenrohr2

Ich halte es mit dem schönen Zitat von Ludwig Ganghofer: „Wen Gott liebt, den lässt er fallen in dieses Land“

http://www.blumencafeaschau.de/

http://www.aschau.de/de/bankerl-3

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Kostbare Momente…

 

Die Zeit scheint momentan viel zu schnell zu vergehen.

Leider ist es doch so, dass viele von uns in ihrem Alltag gefangen sind?

Viele Dinge erledigen wir schon ganz unbewusst und unsere Handlungen sind oft Routine. Dann gibt es oft Sorgen, Gedanken über die  Arbeit, Krankheit oder das Leid der Welt.

Tage und Woche vergehen: Wieder einen Besuch verschoben, geliebte Menschen nicht angerufen oder schöne Termine abgesagt! Der Alltag hat uns im Griff.

Doch es gibt diese kleinen kostbaren Momente, die einen Augenblick lang ganz intensiv sind. Sei es ein Lachen vom Gegenüber, das juchzende Kindergeschrei aus dem Garten des nahegelegenen Kindergartens, die Tasse Tee am Nachmittag oder der Kerzenschein am Abend im heimeligen Wohnzimmer, der das Herz ganz warm werden lässt.

Wein_Kerze via Pinterest

Es macht sich Dankbarkeit breit. Die Kinder sind gesund, wir leben in Frieden, mein großartiger Weg zur Arbeit, begleitet von der Sicht auf die Berge. Ab und zu steht ein Reh am Waldrand, ein Hase huscht vorbei, Eichhörnchen suchen geschäftig nach Nahrung… Wie tun mir in diesem Moment die Menschen in einer Großstadt wie Mexico City, Tokyo usw. leid, die wenn sie nicht genug Geld besitzen, ihre Stadt nie verlassen können.

Es sind die kleinen Momente, die das Glück ausmachen.

Eichhörnchen via Pinterest

Ich wünsche allen ganz viele dieser kostbaren Momente und hoffe, ihr hattet heute schon einen davon.

Ansonsten gönnt euch eine kleine Auszeit und wenn es nur wenige Minuten sind. Genießt die frische klare Luft, die bunten Blätter und falls es neblig ist, das Mystische, das dieses Wetter oft vermittelt.

Und nicht zuletzt heißt NEBEL rückwärts gelesen LEBEN 🙂

Nebelvia Pinterest

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Nix is so schee wia der Moment,
wo ois so is wias ghert und as Leben kriagst einfach gschenkt.
Und des allerbeste is dabei:
Wennsd den Moment gfundn host, is er vorbei.

[Schmidbauer & Kälberer: Momentnsammler

Aus ALT mach NEU

Zuckerdose2

Vor einiger Zeit habe ich einen alten Schaukelstuhl aus braunem Holz und beigem „Netz“ geschenkt bekommen. Ich hab mich wirklich darüber gefreut, aber er passte halt so gar nicht bei mir rein und sah obendrein schon sehr spießig – à là Frankfurter Barock aus.

Ich hab mich nun endlich daran gemacht, den Schaukelstuhl aufzuhübschen und das ist dabei rausgekommen. Schaut doch nun wesentlich besser aus, oder?

Schaukelstuhl4

Schaukelstuhl3

Schaukelstuhl2

Und weil ich grad so im Restaurieren und Malern drin war, hab ich noch einen Küchenstuhl und meine leidige Eckbank verschönert. Die Eckbank war Fichte natur und hat nun überhaupt nicht mehr zu meinem „neuen“ Tisch gepasst. Eine neue, alte Bank so wie ich sie gerne hätte, mit den richtigen Maßen und als Truheneckbank verwendbar, war nicht zu finden. Also hab ich die Bank weiß angestrichen und so mir jede Menge Geld für eine „neue“ Eckbank gespart.

Eckbank1Eckbank2

Jetzt bin ich auf der Suche nach zwei Bankauflagen aus alten Bauernleinen oder Säcken. Und da Nähen nicht unbedingt zu meinen bevorzugten Hobbies gehört, wird diese Investion noch etwas warten müssen. Leider. 😦

Stuhl3

Stuhl4Stuhl1Stuhl2

Weil es so schön war, hab ich gleich noch das kleine Schemelchen vom Flohmarkt weiß gestrichen und leicht angeschliffen. Es ziert nun mein Fensterbrett im Wohnzimmer.

Schemel1

Schemel3Schemel2

Als ich dann meinen Blick noch so über meine noch nicht fertigestellten Objekte schweifen ließ, ist mir auch noch das kleine Regal aufgefallen, dass nun auch Opfer meiner Schleif- und Malarbeiten wurde. Ich habe es mit meinen alten Puderdosen vom Flohmarkt dekoriert, die ich so liebe und an denen ich mich immer wieder erfreue, wenn mein Blick auf das Regal fällt.

Regal_klein1

Regal_klein3Regal_klein2

Regal_klein4

P

Du bist ein Schatten am Tage …

Du bist ein Schatten am Tage
Und in der Nacht ein Licht;
Du lebst in meiner Klage
Und stirbst im Herzen nicht.

Wo ich mein Zelt aufschlage,
Da wohnst du bei mir dicht;
Du bist mein Schatten am Tage
Und in der Nacht mein Licht.

Wo ich auch nach dir frage,
Find‘ ich von dir Bericht,
Du lebst in meiner Klage
Und stirbst im Herzen nicht.

Du bist ein Schatten am Tage,
Doch in der Nacht ein Licht;
Du lebst in meiner Klage
Und stirbst im Herzen nicht.

Friedrich Rückert (1788-1866)