Die letzten Stunden des Jahres 2014

 

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Altes wird gehen … Neues entstehen

Ein Jahr geht, immer ein guter Anlaß,
um sich zu spiegeln .
Was brauche ich, was ist wichtig, was will ich ?

Wovon kann ich mich trennen , was soll neu beginnen ?
Ballast abwerfen , sortieren , im Außen und Innen.
Pläne schmieden oder verwerfen, alles ist möglich.

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Der Abend

Schweigt der Menschen laute Lust:
Rauscht die Erde wie in Träumen
Wunderbar mit allen Bäumen,
Was dem Herzen kaum bewußt,
Alte Zeiten, linde Trauer,
Und es schweifen leise Schauer
Wetterleuchtend durch die Brust.

Joseph Karl Benedikt Freiherr von Eichendorff (1788 – 1857),

 

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4. Advent

 

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Heute ist der 1. Weihnachtsfeiertag.  Wir haben einen Ausflug in das nahegelegene Gut Aiderbichl gemacht. Ein wunderschöner Aufenthaltsort für arme, geschundene Tiere, denen dort eine schöne Zeit ermöglicht wird. So, wie es für alle Tiere sein sollte. Geliebt, versorgt und artgerecht gehalten.

Konsequent, dass es auch im dazugehörigen Restaurant nur vegetarische und auch vegane Gerichte gibt.

Heute war Weihnachten ganz nah. Das Wetter kalt, leichte Schneeschauer, Lichter und viele Tiere in der Obhut von verantwortungsvollen Menschen.

Ein Ort zum Innehalten, zum zur Ruhe kommen. Tiere, die auf unser Wohlwollen angewiesen sind und doch so oft von Menschen enttäuscht wurden.

http://www.gut-aiderbichl.de/page.home.php?start=

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Ich habe auch freudig eine Patenschaft für meine Lieblingstiere übernommen, die Esel. Ich weiß, ich kann nicht alle Tiere retten, aber wenigstens in meinem Rahmen etwas dafür tun, dass einige Esel ein schönes Leben haben.

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Somit wünsche ich allen eine Weihnachtszeit in Gesundheit und Frieden und möge die Hoffnung auf Frieden auf der Welt nicht versiegen in dieser traurigen und ungerechten Zeit.

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Damit es Frieden in der Welt gibt,
müssen die Völker in Frieden leben.

Damit es Frieden zwischen den Völkern gibt,
dürfen sich die Städte nicht gegeneinander erheben.

Damit es Frieden in den Städten gibt,
müssen sich die Nachbarn verstehen.

Damit es Frieden zwischen Nachbarn gibt,
muß im eigenen Haus Frieden herrschen.

Damit im Haus Frieden herrscht,
muß man ihn im eigenen Herzen finden.

Laotse

 

 

3. Advent

 

3.Advent

Wahnsinn, in 10 Tagen ist wieder mal Weihnachten.

Viel hat sich diese Woche hier nicht getan.

Heute war ich unter meiner Jacke kurzärmelig, es waren 9 °C. Viel zu warm natürlich für diese Jahreszeit aber sehr angenehm zum Spazierengehen oder an den wunderschönen Chiemsee zu fahren.

Fraueninsel

Ich danke Gott, in dieser wunderschönen Gegend leben zu dürfen.

Am liebsten mag ich so in der Vorweihnachtszeit die ganzen Christkindlmärkte. Aber nur die, die viel Kunsthandwerk anbieten, das man sonst übers Jahr leider nicht so viel bestaunen kann. Zumindest nicht hier auf dem Land.

Allerdings gibt es ja auch noch die Rauhnächte.

In Bayern ist dieser Brauchtum fest verwurzelt. Die Rauhnächte beginnen zum Thomafest am 21. Dezember und gehen bis zum 06. Januar. Der Brauch erinnert daran, dass man dem üblen Treiben der bösen Geister Einhalt gebieten wollte, indem man die Wohnräume und Ställe mit Weihrauch ausgeräuchert hat. Diese Tradition wird bis heute in Altbayern erhalten.

Allerdings wird heute überwiegend nur noch an vier Rauhnächten geräuchert: Zu den wichtigsten Rauhnächten zählen die Thomasnacht (21. Dezember), die Christnacht (24. Dezember), die Silvesternacht (31. Dezember) und die Dreikönigsnacht (6. Januar).

In den Rauhnächten, vom 21. Dezember bis 06. Januar, finden in vielen Gemeinden Bayerns jährlich Perchtenläufe statt. Zu diesem Anlass maskieren sich die Angehörigen von Brauchtumsvereinen mit selbstgeschnitzten Holzmasken, Fellen und Leder. Mit lautem Geschreie, Trommel- und Teufelsgeigenlärm sollen die Winterdämonen vertrieben werden, damit der Frühling kommen kann.

Leider artet dieser Brauch aber in letzter Zeit immer mehr aus. So dass teilweise Perchten ihre Unkenntlichkeit ausnutzen und viel zu fest zuschlagen oder auch umgekehrt, dass verletzt werden.

Schade – wenn Menschen so dumm sind 😥

Perchten

In Ruhpolding findet ein Rauhnachtsmarkt vor der wunderschönen Kulisse des Rauschberges statt. Der Ruhpoldinger Rauhnachtsmarkt öffnet vom 28. bis 30. Dezember 2012 jeweils von 14:00 bis 20:00 Uhr im Kurpark. Hier entsteht eine mystische Rauhnachtswelt, in der heimische Handwerker und Bauern ihre Produkte präsentieren.

http://www.ruhpolding.de/

Wunderbar ist auch der Weihnachtsmarkt auf Gut Aiderbichl bei Salzburg in Österreich. Gut Aiderbichl ist ein großer Gnadenhof, auf dem auch Hunde als Besucher herzlich willkommen sind. Was ja nicht so selbstverständlich ist. So kann ich also noch nach Weihnachten einen wunderbaren Ausflug mit meinem Hund machen, denn der Markt findet noch bis 06.01.2015 statt und ist auch eine tolle Gelegenheit etwas Gutes zu tun. Der Eintritt von 9 Euro ist nicht gerade günstig, aber kommt ja auch den  dort lebenden Tieren zugute.

Und mein Rocky freut sich auch andere Tiere zu sehen und zu riechen. 🙂

http://www.gut-aiderbichl.de/

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Ich wünsche allen ein Stück ihrer vergangenen Kindheit in ihrem Alltag zuzulassen und sich zu freuen an den vielen Lichtern, am Duft der Plätzchen und Lebkuchen und daran, dass wir in Frieden leben dürfen.

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Herrmann Hesse – Weihnachtsabend

Am dunklen Fenstern stand ich lang

Und schaute auf die weiße Stadt
Und horchte auf den Glockenklang,
Bis nun auch er versungen hat.

Nun blickt die stille reine Nacht
Traumhaft im kühlen Winterschein,
Vom bleichen Silbermond bewacht,
In meine Einsamkeit herein.

Weihnacht! – Ein tiefes Heimweh schreit
Aus meiner Brust und denkt mit Gram
An jene ferne, stille Zeit,
Da auch für mich die Weihnacht kam.

Seither voll dunkler Leidenschaft
Lief ich auf Erden kreuz und quer
In ruheloser Wanderschaft
nach Weisheit, Gold und Glück umher.

Nun rast‘ ich müde und besiegt
An meines letzten Weges Saum,
Und in der blauen Ferne liegt
Heimat und Jugend wie ein Traum.

2. Advent

2. Advent

Mit meinem Schatz war ich ja dieses Wochenende auf der Festung Kufstein zum Christkindlmarkt. Dieser zieht sich herrlich durch die geheizten Katakomben. Natürlich gab es wieder viel zu schauen. Für die Kinder war auch einiges geboten. Plätzchen backen, Heusterne und Heuengel basteln und noch einiges mehr.

Klar, dass wir auch eingekauft haben.

Bisschen Deko, Propolissalbe, Olivenseife, Honigshampoo… Alles, was man halt so unbedingt braucht 🙂

Ich mag ja keinen Glühwein und vertrag ihn auch nicht, aber der alkoholfreie Apfelglühmost schmeckt richtig lecker und die Fladenbrote sahen auch alle sehr schmackhaft aus. Allerdings mussten wir die ignorieren, da wir vorher in der Altstadt schon was gegessen haben.

Ein Teil der Deko hängt nun zusätzlich zu den bereits dekorierten Dingen an meinem Kristalllüster und auf dem Balkon.

Lüster

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Am Balkon habe ich entlang eines Astes, der von der Decke baumelt und an einem Ast von einer Korkenzieherhasel eine Lichterkette befestigt. Mehr mag ich nicht. Das sieht schön romantisch, aber nicht aufdringlich aus.

Es kann ja jeder halten wie er will, aber ich mag es überhaupt nicht, wenn Häuser von oben bis unten mit Lichterketten behangen sind und leuchten, als würden sie in Las Vegas stehen. Vom ökologischen Aspekt mal ganz abgesehen.

Blinklichter – womöglich noch in verschiedenen Farben – finde ich absolut unmöglich!0

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Nach dem Christkindlmarkt haben wir diesmal auch einen Platz in Gitta’s Leben und Lifestyle Cafe bekommen.

Der Internetauftritt wird leider dem wunderbaren Ambiente nicht gerecht.

http://www.gittas.at/de/partner/208/praesentation/gitta-s-wohnen-lifestyle

Mittlerweile gibt es viele Dinge von Green Gate, nostalgische Babywäsche und ausgewählte Dinge von Lene Bjerre Design. Präsentiert auf wunderschönen Shabbymöbeln.

Auf einer urgemütlichen Chaiselounge mit Blümchenmuster ließ es sich bei Apfel/Ingwerkuchen, Cappuccino und Weihnachtsmusik von zwei Harfenspielerinnen besonders gut aushalten. Da das Sofa sehr nah am Eingang steht, kann man auch unheimlich gut die vorbeigehenden Menschen beobachten, was ich besonders gern tue.

Die Besitzerin ist zwar ein bisschen verplant, aber das macht sie nur um so sympatischer. Sie ist äußerst nett und zuvorkommend. Jeder kann sich sofort herzlich willkommen fühlen. Da gehen wir bei unserem nächsten Besuch mit Sicherheit wieder rein.

Natürlich hab ich mir auch bei ihr etwas für die weihnachtliche Deko gekauft. Ein wunderschönes Metallschild hat mir leider eine andere Dame weggeschnappt. 😦 So geht’s einem halt, wenn es so viel zu sehen und zu bestaunen gibt.

Ich wünsche Euch einen erholsamen, gemütlichen 2. Advent und eine Woche ohne Hektik und Sorgen.

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Immer ein Lichtlein mehr 
im Kranz, den wir gewunden, 
dass er leuchte uns so sehr 
durch die dunklen Stunden.

Zwei und drei und dann vier!

 Rund um den Kranz welch ein Schimmer, 

und so leuchten auch wir, 
und so leuchtet das Zimmer.

Und so leuchtet die Welt 

langsam der Weihnacht entgegen. 
Und der in Händen sie hält, 
weiß um den Segen!

(Hermann Claudius)