1. Advent

Adventskranz

Endlich ist es so weit. Ich habe ein bisschen meine Wohnung dekoriert und stimme mich auf Weihnachten ein.

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Advent11

Heuer mag ich es etwas reduzierter, nichts Überladenes. Das Überladene reicht mir schon in den Geschäften und auf den zahlreichen Christkindlmärkten, die meistens nur an den Ess- und Trinkständen gut besucht sind.

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Allerdings ein paar schöne gibt es auch in unserer Nähe. Da gibt es dann viel selbst Gebasteltes, auch mal was anderes zu Essen als Bosna und die Leute torkeln auch nicht durch die Gegend.

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Schön ist der Christkindlmarkt auf der Fraueninsel auf dem Chiemsee oder der Waldweihnachtsmarkt in Halsbach.

http://www.christkindlmarkt-fraueninsel.de/

http://www.waldbuehne-halsbach.de/waldweihnacht.html

Allerdings ist das mittlerweile auch schon vielen anderen bekannt, so dass es immer mehr Besucher werden.  Zum Christkindlmarkt auf der Fraueninsel muss man lange anstehen, bis man mit dem Schiff hinüberkommt und bei der Waldweihnacht wird man mit einem Shuttlebus hingefahren.

Für mich verliert sich da leider viel von der Romantik und der vorweihnachtlichen Stimmung. Aber wer sie nicht kennt, sollte sie unbedingt besuchen, denn sehenswert sind sie allemal.

Wir fahren auch heuer wieder zum Christkindlmarkt auf der Festung Kufstein.  Ich freue mich jedes Jahr wieder darauf. Viele Handwerker, viel Selbstgemachtes, leckeres Essen und unterm Gewölbe kann man bei Kerzenlicht gemütlich ein Glas Wein trinken.

Man kommt wunderbar zur Ruhe und kann einfach nur genießen.

http://www.kufstein.com/de/advent-neujahr.html

Aber auch das Tollwood-Festival in München ist für mich ein absoluter Pflichttermin. Man muss es einfach besucht haben.

Ausgefallene Dinge, ausgefallenes Essen, tolle Musik .

http://www.tollwood.de/

Nicht besinnlich, aber wunderbar. Einfach TOLLWOOD.

Ich wünsche Euch allen einen schönen 1. Advent mit wunderbaren Augenblicken, Zeit und Muße für Euch selbst und ein zufriedenes Lächeln bevor ihr einschläft und morgen in eine neue Woche startet.

Advent14

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Die hohen Tannen atmen heiser
im Winterschnee, und bauschiger
schmiegt sich sein Glanz um alle Reiser.
Die weißen Wege werden leiser,
die trauten Stuben lauschiger.
Da singt die Uhr, die Kinder zittern:
Im grünen Ofen kracht ein Scheit
und stürzt in lichten Lohgewittern, –
und draußen wächst im Flockenflittern
der weiße Tag zu Ewigkeit.
Rainer Maria Rilke

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Wo ist sie nur die stade Zeit?

Überall in den Geschäften wird schon fleißig dekoriert.

Das steckt schon an. Aber ich warte beharrlich auf den 1. Advent, dann „darf“ auch ich endlich dekorieren. Die Vorfreude ist groß.

Ich habe schon mal etwas Deko hergerichtet, der Rest liegt noch im Keller.

Weihnachtsdeko_5

Weihnachtsdeko_3

Ich mag es ohnehin nicht, wenn schon im Oktober die Lebkuchen, Stollen und Nikoläuse in den Regalen stehen und Anfang November bereits in den Kaufhäusern die beleuchteten, mit Kugeln behangenen Christbäume stehen. Die armen Kinder sind einer Reizüberflutung ausgesetzt, der Christbaum wird zur Normalität. Wie schön war es doch früher, als die Kinder staunend mit großen Augen an Hl. Abend vor dem Christbaum standen. Heute ist das oftmals nichts mehr besonderes für sie. Auch die unentwegte Dudelei der Weihnachtslieder in den Kaufhäusern nervt. Und eigentlich wollen sie doch einem alle nur sagen

KAUF, KAUF, KAUF

das neueste Handy, den neuesten PC… Hauptsache Konsum.

Der eigentliche Sinn ist vielen leider verloren gegangen.  Und das meine ich nicht im christlichen Sinne, sondern die Gemeinschaft, das Innehalten, die Zeit miteinander.

Meine Kinder und ich schenken uns nur eine Kleinigkeit. Aber doch etwas besonderes. Ich habe z. B. heute auf einem Kunsthandwerkermarkt eine selbstgemachte Seife mit Lavendel erstanden.  Nichts großartiges, nicht wahnsinnig teuer und doch etwas besonderes.  Mit meinem Partner habe ich schon vor ein paar Jahren ausgemacht, dass wir uns nichts schenken. Dafür fahren wir dann im Februar oder März auf ein romantisches, verlängertes Wochenende weg. Meistens fahren wir dann in unseren geliebten Bayer. Wald, da lässt sich die Ruhe besonders gut genießen bei einsamen Spaziergängen und schönem Essen in urigen Gasthäusern.

Ich finde gemeinsame Zeit ist doch das Wichtigste was man schenken kann.

Darum versuche ich auch, mich nicht von dieser alljährlichen vorweihnachtlichen Hektik anstecken. Nicht so ganz einfach, aber es gelingt immer mehr.

Auch unseren Christbaum haben wir schon ausgesucht. Bei einem Bauern in der Nähe, der den Baum erst kurz vor Hl. Abend für uns absägt. Regionalität, das ist mir sehr wichtig.

Letztes Wochenende habe ich auch wunderschöne Mistelzweige erstanden. Die werden bei uns günstig verkauft und das Geld wird alljährlich an „Ärzte ohne Grenzen“ gespendet.

Misteln_2

Misteln_3

Bei den keltischen Völkern war die Mistel heilig und ein Symbol des Friedens. In ihrem Zeichen versöhnten sich Feinde und gaben sich den Friedenskuss.

In diesem Sinne wünsche ich Allen eine wunderschöne Adventszeit in Frieden und Zeit für Kinder, Familie, Freunde und für sich selbst.

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Advent das ist die stille Zeit,
Die Tage schnell verrinnen.
Das Fest der Liebe ist nicht weit,
Fangt an euch zu besinnen!

Es gab wohl manchmal Zank und Streit
Ihr habt euch nicht vertragen.
Vergesst das Jetzt und seid bereit,
Euch wieder zu vertragen.

Denn denk nicht nur ans eigene Glück,
Du solltest danach streben.
Und anderen Menschen auch ein Stück
Von deiner Liebe geben.

Der eine wünscht sich Ruhm und Geld,
Die Wünsche sind verschieden.
Ich wünsche für die ganze Welt
Nur Einigkeit und Frieden.

(Unbekannter Verfasser)

 

Mein ganz eigener Shabbytraum

Ich habe so das Gefühl der Shabbystil wird immer angesagter.

Gibt man in Ebay „Shabby“ ein,  bekommt man viele Seiten in sämtlichen Kategorien angezeigt. Z.B. in Kleidung! Was bitte ist Shabby-Kleidung??? Schäbige Kleidung? Und die will irgendwer???

Oft muss ich lachen, was unter dem Begriff Shabby so alles angeboten wird. Verkauft sich wohl dann besser  🙂

Auch bezeichnen es viele als Shabby, wenn ein Möbelstück, ein Dekoteil, Vorhang, Kissen etc. einfach nur weiß ist.

Mein ganz eigener Shabbytraum ist vielschichtiger.

Alte Gebrauchsgegenstände, denen man das Alter und den Gebrauch ansieht liebe ich sehr.

Bügeleisen1

Ich werde einen Teufel tun und das alte Bügeleisen oder die Waage restaurieren. Ich finde sie wunderschön so.

Bügeleisen2

Waage

Alte Häuser und Räume, denen man das gewesene Leben darin ansieht. Das ist mein eigener Shabbytraum.

Ein alter Bauerngarten, wild und mit windschiefen Zaun –

altes Pflaster, ausgetretene Treppen, bemooste Parkbänke.

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Ein wunderschönes Beispiel für meinen eigenen Shabbytraum ist für mich das liebevoll geführte Freilichtmuseum in Finsterau im wunderschönen Bayerischen Wald.

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Unrestaurierte Möbel und altes Geschirr mit viel Liebe zusammengetragen. Da spüre ich den Shabbytraum. Auch wenn die Zeit damals sicherlich nicht einfach war, für mich versprüht sie dennoch einen unwiderstehlichen Hauch von Romantik, von der Sehnsucht nach Ruhe.

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Solltet Ihr einmal in der Gegend von Finsterau sein, schaut euch dieses Museum an, setzt euch auf eine Bank, seht den Gänsen, Schafen und dem zutraulichen Esel zu und genießt die Ruhe und den Frieden. Das Museum bietet auch viele, sehr interessante Kurse und sogar rustikale Übernachtungen an.

http://www.freilichtmuseum.de/index2.php?subid=100&inc=03_lim_fi&

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Bevor Ihr wieder geht, kehrt unbedingt noch in die behagliche Museumsgaststätte „d’Ehrn“. Sehr gemütlich und ausgezeichnetes Essen. Uns schmeckt besonders der Fleischstrudel in Brühe. LECKER

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Vor lauter Schwelgen bin ich jetzt glatt ein bisschen abgeschweift 😉

In der Novemberausgabe des Magazin Jeanne d’Arc Living ist das Zuhause einer Schweizer Familie abgebildet. Sicherlich wundervoll, aber ich möchte darin nicht leben. Wer bitte putzt da ständig, damit alles so bleibt? Weiße Couch, weiße Kissen, weiße Decken.

Tut mir leid, aber für mich hat das den Flair der früheren Krankenhäuser.

Ich esse gerne mal Abends auf der Couch ein Stück Pizza oder Schokolade. Nicht immer trifft alles meinen Mund 😉

Wenn mein Hund eine Fliege oder sonstiges Getier fängt, nimmt er keine Rücksicht darauf, ob er auf die Couch darf oder nicht.

Bei mir stand heuer der Kauf einer neuen Couch an. Robust sollte sie sein, pflegeleicht, hochwertig und von einem deutschen Hersteller.

Ich kurble gern die deutsche Wirtschaft an 🙂

Es ist eine anthrazitfarbene Couch geworden, auf der man leben, essen, trinken darf. Flecken sieht man so gut wie nicht und können ohne Weiteres entfernt werden.  Mein eigener Shabbytraum mit vielen Kissen zum Kuscheln. Und natürlich zum Ausziehen, falls Gäste kommen.

Couch_Kissen1

Couch_Kissen2

Aber wie sagt man in Bayern so schön

LEBEN und LEBEN lassen

Zaun mit Efeu

 

Vergangene Zeiten
Ein Gedicht von Michael Jörchel
Ich habe damals nicht begriffen
warum viele ältere Leut‘
von Früher stets berichten müssen.
Einer längst vergangenen Zeit.

Nun bin ich auch schon weit gegangen,
auf des Lebens Pfaden.
Vieles musste ich erlangen,
hab Glück und Leid auf mich geladen.

Jetzt bin ich es, der erzählt.
Von einer längst vergangenen Zeit.
Einer der Kind und Jugend quält,
mit der Vergangenheit.

Ich bin erst spät darauf gekommen.
War als Kind noch nicht bereit.
Ist deine Zukunft erst verronnen
bleibt oft nur die Vergangenheit.